Lauftreff Guido Alt-Marl e.V.

GHB - Volkslauf Lauftreff Guido Laufen in Marl

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Über Sieben Hügel
           

Streckenprofil:  
Gesamtlänge kleinere Runde 5,5 km;
größere Runde 9,5 km;
insgesamt leicht welliges Profil, jedoch keine längeren stärkere

n Steigungen

Boden beschriebene Varianten überwiegend Feinschotter;
zahlreiche Nebenwege mit reinem Waldboden
Geeignet für Fortgeschrittene, für Anfänger aufgrund der Steigungen nur bedingt geeignet
Gasthäuser/
Treffpunkte
Parkplatz an der Halterner Straße nähe Forsthaus Haidberg;
Gaststätte "Halterner Pforte" mit Parkplatz;
Gaststätte "St. Johannes" am Haardgrenzweg;
Parkplatz am Seniorenbildungswerk Haard mit Orientierungstafel
Sonstiges Kartenmaterial "Die Haard",
herausgegeben vom Kommunalverband Ruhrgebiet,
1:20.000, mit vielen ausgeschilderten Rundwanderwegen
     
Eines der interessantesten Gebiete im Grenzbereich zwischen Münsterland und Revier ist das Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiet „Die Haard“. Zum einen findet man hier ein ausgedehntes Waldgebiet, das ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Bevölkerung des nördlichen Ruhrgebiets ist, andererseits wird diese Fläche auch industriell genutzt. Im Norden der Haard wird fast reiner Quarzsand gewonnen, der in erster Linie als Ausgangsprodukt für die Chemische Industrie über den angrenzenden Wesel-Datteln-Kanal verschifft wird. Weiterhin dokumentieren zwei Versorgungsschächte der Ruhrkohle AG an dieser Stelle die Nordwanderung des Steinkohlebergbaus. Dennoch überwiegt bei weitem der grüne Charakter der Haard und ist daher für Läufer äußerst interessant.

Von den vielen Möglichkeiten schlage ich zwei Varianten über 5,5 km und 9,5 km vor, die vom Marler Stadteil Sinsen gut zu erreichen sind. Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Bundesstrasse 51 nahe des Forsthauses Haidberg unmittelbar hinter dem Ortsausgang Marl-Sinsen.

Wir beginnen unseren Lauf auf dem „Haardgrenzweg“, links liegt das Waldgebiet, rechts haben wir einen schönen Blick auf eine leicht hügelige Feld- und Wiesenlandschaft. Nach circa 1,4 km erreichen wir den deutlich sichtbaren Meilenstein 206 und biegen hier links ab, wenn die kleinere Runde gewählt wird. Zunächst bleibt der Weg noch recht flach, bis links und rechts des Weges teilweise überwachsene Hügelgräber zu erkennen sind. Ab hier wird der Weg recht wellig und steigt am Ende deutlich spürbarer an, bis wir bei km 3,0 den höchsten Punkt dieser kürzeren Runde erreichen und unmittelbar danach auf eine Wegkreuzung stossen. Hier biegen wir links in den „Sieben-Hügel-Weg“ ein. Über eine weitere Kreuzung laufen wir geradeaus, ein großer Wegweiser zeigt in Richtung „Halterner Pforte“, einem Restaurant an der Bundesstrasse 51. Wir laufen jedoch nicht bis zur Strasse, sondern biegen kurz vorher in den kleinen Wanderweg A3 ein und erreichen nach insgesamt rund 5,5 km wieder den „Haardgrenzweg“ und unseren Ausgangspunkt.

Wer die längere Distanz wählt, bleibt nach dem Meilenstein 206 weiter auf dem „Haardgrenzweg“ Nach insgesamt ca. 1,8 km erreichen wir einen Parkplatz, an dem sich immer sonntags unsere Lauffreunde aus Recklinghausen in stattlicher Anzahl treffen. Hier befindet sich auch eine Orientierungstafel, anhand derer Querfeldeinläufer Hinweise auf Laufstrecken abseits der Hauptwege erhalten können. Ich empfehle jedoch weiter eine Variante über die Hauptwege, da diese aufgrund des Schotter-Untergrunds auch bei schlechtem Wetter ganzjährig gut zu laufen sind.

Wir folgen also weiter dem „Haardgrenzweg“, vorbei am Haus der „Seniorenbildungsstätte Haard“ und der Gaststätte „St. Johannes“ und laufen bei km 2,3 links einen zunächst leicht ansteigenden Weg hinauf. Wenig später werden einige kurze, stärkere Steigungen für eine Erhöhung des Pulsschlags sorgen.

Nach 3,7 km erreichen wir die große Wegkreuzung „St. Johannes“, die praktisch das Zentrum der Haard bildet. An diesem Ort soll der „Heilige Baum“ gestanden haben. Es war der Versammlungsort der Germanen, wo das „Hölting“ (Markengericht) abgehalten wurde. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde hier ein Kreuz auf einer sternförmigen Grundplatte errichtet, das in modifizierter Form heute zu besichtigen ist.

Wir halten uns an der Wegkreuzung links und folgen der auf einem großen Wegweiser vorgegebenen Richtung „Dicker Stein 2,1 km“ . Die Entfernungsangabe ist nach meinen Erfahrungen recht genau, so dass man hier sein Lauftempo anhand der benötigten Zeit überprüfen kann. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass der Weg zu Beginn nahezu kontinuierlich ansteigt, um dann nach zwei kräftiger ansteigenden kurzen Passagen zum höchsten Punkt dieser Runde zu führen.

An der Wegkreuzung finden wir den angekündigten „Dicken Stein“, einen zum Naturdenkmal erhobenen Findling aus Granit. Nun laufen wir links in den bereits bei der Beschreibung der kürzeren Variante erwähnten „Sieben-Hügel-Weg“ und treffen nach rund 7,9 km auf den beschriebenen Rückweg über den Wanderweg A3.

Insgesamt haben wir dann 9,5 km in einem für Flachlandbewohner doch anspruchsvollen Terrain zurückgelegt.

   
     

Norbert Nölle

   
     
     

 

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