| Sonntags morgens um 10 Uhr, noch ehe das Groß
der Ausflügler unterwegs ist, treffen sich die Mitglieder des Lauftreff
Guido Alt-Marl zum gemeinsamen Lauf. Treffpunkt ist die Brücke über den
Weierbach (im Volksmund Mühlenbach) an der Caspar-Grove-Strasse.
Der Treffpunkt ist für die meisten Mitglieder ideal, er
liegt mitten in einem Wohngebiet, Parkplätze sind an der Strasse vorhanden,
zum Parkplatz des Guido-Heiland-Bades am Volkspark ist es nicht weit.

Die Strecke ist in erster Linie mit Blick auf einen
weicheren Untergrund konzipiert. Spazier- und Waldwege stehen im
Vordergrund, der Asphaltanteil liegt unter 5%. Wir beginnen den Lauf entlang
des Weierbaches in nördlicher Richtung vorbei an einem kleinen Teich und
durch die Schrebergarten-Anlage "Im Hembrauck". Wir halten uns in der Anlage
links, erreichen bald den Nordausgang und müssen hier schräg zwei Strassen
überqueren. Der Weierbach dient als Orientierungshilfe.
Schon bald erreichen wir eine weitere
Schrebergarten-Anlage, lassen diese rechts liegen und folgen dem Weg bis das
Waldgebiet Arenbergischer Forst sichtbar wird. An der Fussgängerbrücke über
die Autobahn liegt das einfache Ausflugslokal "Trimm-Treff Klause Wuttke",
ein weit bekannter Treffpunkt, an dem an Wochenenden die Lebensart im
Ruhrgebiet trefflich beobachtet werden kann. Bis hierhin sind es knapp 3 km.
An dieser Stelle nehmen wir gerne Laufanfänger in unsere Gruppe auf, die
sich noch nicht die gesamte Strecke zutrauen und laufen mit ihnen gemeinsam
- je nach Wunsch - zwischen 4 und 7 km durch den Arenbergischen Forst, ein
kleines, aber gut besuchtes Naherholungsgebiet für das nördliche Ruhrgebiet.

Die Runde, die nun gewählt werden kann, ist nahezu
beliebig zu variieren. Der beliebteste Bogen führt zunächst über den Radweg
R 8 bis zum Wesel-Datteln-Kanal, entlang des Kanalufers, vorbei an zwei
Bootshäusern bis zur kleinen "Hürfeldbrücke". Von hier geht es zweimal
rechts über eine kleine asphaltierte Straße zurück bis zu einem Teich, der
aus dem uns schon bekannten Weierbach gespeist wird. Hier biegen wir wieder
links in das Waldgebiet ein und erreichen über den Wanderweg A 6 oder 4 die
Fussgängerbrücke über die Autobahn und das Ausflugslokal "Wuttke".
Wer mit den gelaufenen Kilometern zufrieden ist, läuft ab
hier den gleichen Weg zurück zum Treffpunkt. Wer eine Verlängerung ins Auge
faßt, kann über die Variante "Frentrop" rund 6 km anhängen.
Im Sommer bietet sich auf jeden Fall anschließend eine
Abkühlung im Guido-Heiland-Bad an. Vielleicht stellt man bei dieser
Gelegenheit fest, daß Schwimmen als Ausdauersportart durchaus eine
Alternative zum Laufen ist. Die Herz-Kreislauf-Belastung entspricht in etwa
der des Laufens, die Beanspruchung von Gelenken, Bändern und Sehnen ist
jedoch deutlich niedriger. Verletzungsbdingte Trainigspausen sollten auf
jeden Fall durch Schwimmen erträglich gestaltet werden. Triathleten könnten
vor dem Laufen eine kleine Schwimmtrainigseinheit einlegen.
Variante "Frentrop"
In den Wintermonaten -insbesondere nach lang anhaltenden
Regenfällen - kann die Waldstrecke im Arenbergischen Forst in einem für
Läufer sehr schlechten Zustand sein. In diesen Fällen bietet sich die
Variante "Frentrop" an. Hierzu verzichten wir auf die Runde im
Arenbergischen Forst und laufen ohne die Fussgängerbrücke über die Autobahn
zu nutzen an einem Hundetrainigsplatz vorbei geradeaus über asphaltierte
Wirtschaftswege nach Frentrop, einer Bauernschaft in Marl. Nach ca. 1 km
erreichen wir die Dorstener Straße, auf die wir rechts einbiegen um nach
rund 50 m sofort wieder links einen kleineren Weg zu wählen. Nun geht es
eine Weile vorbei an Feldern und Wiesen - an zwei Straßengabelungen laufen
wir jeweils geradeaus - bis die Bebauung langsam dichter wird.
Wir erreichen Polsum, laufen jedoch nicht in diese schöne
kleine Ortschaft sondern biegen links ab um wieder zurück nach Alt-Marl zu
gelangen. Nach einer weiteren Links-Links-Rechts-Kombination kommen wir
vorbei an einem Bauernhof, der als Attraktion für Kinder eine Reihe
interessanter Tiere hält. Dem Läufer können unvermittelt kleine freilaufende
Hängebauchschweine vor die Füße laufen. Zu sehen sind weiterhin Lamas,
einige kleinere Ziegenrassen sowie extrem kleinwüchsige Ponys.
An dieser Stelle sieht man schon den Turm der St.
Georgs-Kirche in Alt-Marl, die als Orientierungspunkt für den weiteren
Rückweg dienen kann.
Norbert Nölle
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